dogs ist life!
03/08/2008 11:49 Abgelegt
in:tierisches | technisches
Hunde - demnächst neu!
Man schafft sich ein Tier an - was für
eine Ausdrucksweise - und fängt sich nun an damit zu beschäftigen.
Dies gilt im besonderen dann, wenn man bisher noch kein Tier dieser
Art als Kamerad, Freund oder aus einem Grund hatte.
Dank Internet oder dem Buchladen gibt es tonnenweise Informtionen. Blogs, Foren u.ä. liefern genauso viele (oder noch mehr) Informationen dazu.
Wo soll man anfangen? Was ist wichtig, was weniger wichtig? Wie unterscheide ich zwischen fanatischen Lagern, die sich förmlich Kriege um ihren Standpunkt liefern von sinnvollen Diskussionen zwecks Suche nach dem gemeinsamen Weg? Lesen Sie mehr...
Dank Internet oder dem Buchladen gibt es tonnenweise Informtionen. Blogs, Foren u.ä. liefern genauso viele (oder noch mehr) Informationen dazu.
Wo soll man anfangen? Was ist wichtig, was weniger wichtig? Wie unterscheide ich zwischen fanatischen Lagern, die sich förmlich Kriege um ihren Standpunkt liefern von sinnvollen Diskussionen zwecks Suche nach dem gemeinsamen Weg? Lesen Sie mehr...
Weltwirtschaft vor dem Gau?
12/07/2008 07:35 Abgelegt
in:menschliches
Zugegeben, der Titel klingt
dramatisch. Ich muss jetzt mal meine seit langer Zeit schlummernden
Gedanken zum Thema Wirtschaft loswerden. Ich erhebe keinen Anspruch
auf den Besitz der Weisheit, aber ich beobachte im täglichen
Geschäft erschreckende Szenen, die mich schaudern lassen.
Warum denke ich an die Weltwirtschaft? Nun, einerseits habe ich viele Jahre beim deutschen Branchenprimus einer mit Geldgeschäften tätigen Sparte gearbeitet und andererseits nun schon wieder einige Jahre bei einem amerikanischen IT Giganten. Halt, ich muss mich korrigieren. Ich habe bei einem globalen Branchenprimus und einem globalen IT Giganten gearbeitet. Sowohl als einfacher Mitarbeiter, als auch als einfacher Manager konnte ich Entwicklungen nicht aus den Nachrichten sondern vom eigenen Schreibtisch oder gar als Entscheidungsträger verfolgen. Soviel zum Background.
Ich bin geschäftlich in Mailand und möchte meiner Frau eine kleine Freude machen. Durch die Stadt laufend suche ich nach einem typisch italienischen Geschenk. Was soll ich sagen, mit Mühe und Not finde ich letztendlich am Flughafen (!) ein Geschenk, das mich ein bischen an eine italienische Kuckucksuhr erinnert. Fakt: Es gibt fast nichts mehr, das es nicht auch bei uns zuhause in Frankfurt gibt. Enttäuschung.
Das selbe im Urlaub. Früher war es ein Genuss durch einen französischen Supermarkt zu gehen.... Kofferaum voll. Heute: Fehlanzeige. Kaum gibt es noch Dinge, die es nicht auch hier gibt. Es lebe die Globalisierung. Aber was stört mich so daran? Nun, eigentlich ist das nur der Beginn einer Kausalkette. Wo hat ein Unternehmen einen Heimatmarkt? Jeder glaubt in Billiglohnländern produzieren zu müssen. Die Waren werden durch die Weltgeschichte gekarrt und kaum ein Käufer kommt in den Genuss des Heimatmarktes - sprich ein deutsches Auto kostet beispielsweise in Spanien weniger als in Deutschland. Warum? Das klingt doch beim Schreiben schon merkwürdig. Erdbeben in China. Weit weg und doch so nah. Klar, produzieren die in der Gegend nicht XY für die deutsche Firma Z? Schmeckt die Milch in Russland wirklich anders? Ja, sie tut es. Die Pizza „Frutti di Mare“ schmeckt am Atlantik ja auch anders als bei uns! Wir das deutsche Unternehmen wenigstens belohnt, für den globalen Einsatz? Nun, der Käufer merkt nicht wirklich viel davon, Preise sind immer noch die gleichen, Qualität findet man sowieso nur noch nach langem Suchen und die Börse? Die bewertet nun die global Player danach, ob der Gewinn die Erwartungen überschritten hat oder nicht! Die Quartalsgewinne, wohlgemerkt!
„Gewinn der Fa. XYZ im zweiten Quartal um 5% gestiegen. Akien fällt. Analysten hatten auf 5,2% gehofft!“ So steht es oft in den Wirtschaftstickern. Noch stranger die Meldungen über gestiegene Kurse, weil Stellenstreichungen avisiert wurden... wie der Gewinn war? Egal, denn Stellenstreichungen sind ein Zeichen von aktiven Kostensenkungsmassnahmen. Krank, oder!
Warum geraten die Banken weltweise in eine Krise? Weil Smith, Spencer oder Myers ihre Hypothekendarlehen nicht mehr zahlen können? Krank, oder!? Warum darf ich meinen PC nicht mit mehr Hauptspeicher ausrüsten? Kosten einmalig € 38,--. Täglich verschwendete Arbeitszeit durch Warten: fast 1 Stunde. Nein, ich kann einfach nicht den Wertbeitrag in diesem Quartal für diese enorme Investition nachweisen. Selbst wenn, Vorgabe von oben. Sind es nicht gerade die auf Effizienz pochenden Unternehmen, die den Mitarbeitern die schlechteste Technik hinstellen. Ich liebe den lokalen Handwerker um die Ecke mit seinem professionellen Festool (oder andere) Equipment. Nein, ich muss froh sein hier überhaupt noch arbeiten zu dürfen. Ein Manager in China kostet doch nur die Hälfte, oder in Indien, oder Tschechien oder sonst wo. Wie sich das auf ein Unternehmen auswirken würde, wenn mein Job aus China bedient würde? Nun, im ersten Quartal nach Vollzug noch gar nicht, denn ich sitze ja noch hier und koste weiterhin. Im nächsten werde ich vielleicht entlassen, nein, denn ich muss den Kollegen ja noch einarbeiten, ihm zur Seite stehen, nach China fliegen um ihm vor Ort zu helfen. Und im übernächsten? Da kommt der Kollege her, falsch, da hat er gekündigt, weil ein anderer global Player im 100 Yen mehr bezahlt. Ich übernehme wieder und überlege, wie ich die in diesem Jahr gestiegenen Kosten wieder senken könnte...
Der Börse ist das alles egal. Die Analysten freuen sich über Beschäftigung, denn die Firmen werden nicht nur einmal im Jahr, sondern quartalsweise bewertet. Strategien, Fachwissen etc. sind auch egal, denn nur globale Strategien wie Kostensenkungsmassnahmen sind von Interesse und Gewinne werden nach Gefühlen wie „hätte mit 0,2% mehr gerechnet“ bewertet. Sind 2,4 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern zu wenig? Es freut mich zu hören, wenn Stimmen aus der Wirtschaft von einer Renaissance des Produktionsstandortes Deutschland reden, aber ärgern tut mich so eine Aussage ebenfalls.
Erinnern wir uns noch an den Einstieg der Japaner in den weltweiten Automarkt. Die ersten „Nachbauten“ erfolgreicher deutschen Modelle? Keine 10 Jahre später überschwemmen uns diese mit erstklassiger Qualität (siehe ADAC Pannenstatistik) und verkaufen uns gleich noch Seminare über Kaizen. Genau, übersetzt könnte Kaizen etwa bedeuten: „deutsche Tugenden“.
Wir werden sehen wohin das ganze führt. Ich befürchte einen globalen Kollaps, hoffe aber auf das Beste! Es gäbe noch viel zu sagen. Vielleicht an dieser Stelle demnächst mehr.....
Warum denke ich an die Weltwirtschaft? Nun, einerseits habe ich viele Jahre beim deutschen Branchenprimus einer mit Geldgeschäften tätigen Sparte gearbeitet und andererseits nun schon wieder einige Jahre bei einem amerikanischen IT Giganten. Halt, ich muss mich korrigieren. Ich habe bei einem globalen Branchenprimus und einem globalen IT Giganten gearbeitet. Sowohl als einfacher Mitarbeiter, als auch als einfacher Manager konnte ich Entwicklungen nicht aus den Nachrichten sondern vom eigenen Schreibtisch oder gar als Entscheidungsträger verfolgen. Soviel zum Background.
Ich bin geschäftlich in Mailand und möchte meiner Frau eine kleine Freude machen. Durch die Stadt laufend suche ich nach einem typisch italienischen Geschenk. Was soll ich sagen, mit Mühe und Not finde ich letztendlich am Flughafen (!) ein Geschenk, das mich ein bischen an eine italienische Kuckucksuhr erinnert. Fakt: Es gibt fast nichts mehr, das es nicht auch bei uns zuhause in Frankfurt gibt. Enttäuschung.
Das selbe im Urlaub. Früher war es ein Genuss durch einen französischen Supermarkt zu gehen.... Kofferaum voll. Heute: Fehlanzeige. Kaum gibt es noch Dinge, die es nicht auch hier gibt. Es lebe die Globalisierung. Aber was stört mich so daran? Nun, eigentlich ist das nur der Beginn einer Kausalkette. Wo hat ein Unternehmen einen Heimatmarkt? Jeder glaubt in Billiglohnländern produzieren zu müssen. Die Waren werden durch die Weltgeschichte gekarrt und kaum ein Käufer kommt in den Genuss des Heimatmarktes - sprich ein deutsches Auto kostet beispielsweise in Spanien weniger als in Deutschland. Warum? Das klingt doch beim Schreiben schon merkwürdig. Erdbeben in China. Weit weg und doch so nah. Klar, produzieren die in der Gegend nicht XY für die deutsche Firma Z? Schmeckt die Milch in Russland wirklich anders? Ja, sie tut es. Die Pizza „Frutti di Mare“ schmeckt am Atlantik ja auch anders als bei uns! Wir das deutsche Unternehmen wenigstens belohnt, für den globalen Einsatz? Nun, der Käufer merkt nicht wirklich viel davon, Preise sind immer noch die gleichen, Qualität findet man sowieso nur noch nach langem Suchen und die Börse? Die bewertet nun die global Player danach, ob der Gewinn die Erwartungen überschritten hat oder nicht! Die Quartalsgewinne, wohlgemerkt!
„Gewinn der Fa. XYZ im zweiten Quartal um 5% gestiegen. Akien fällt. Analysten hatten auf 5,2% gehofft!“ So steht es oft in den Wirtschaftstickern. Noch stranger die Meldungen über gestiegene Kurse, weil Stellenstreichungen avisiert wurden... wie der Gewinn war? Egal, denn Stellenstreichungen sind ein Zeichen von aktiven Kostensenkungsmassnahmen. Krank, oder!
Warum geraten die Banken weltweise in eine Krise? Weil Smith, Spencer oder Myers ihre Hypothekendarlehen nicht mehr zahlen können? Krank, oder!? Warum darf ich meinen PC nicht mit mehr Hauptspeicher ausrüsten? Kosten einmalig € 38,--. Täglich verschwendete Arbeitszeit durch Warten: fast 1 Stunde. Nein, ich kann einfach nicht den Wertbeitrag in diesem Quartal für diese enorme Investition nachweisen. Selbst wenn, Vorgabe von oben. Sind es nicht gerade die auf Effizienz pochenden Unternehmen, die den Mitarbeitern die schlechteste Technik hinstellen. Ich liebe den lokalen Handwerker um die Ecke mit seinem professionellen Festool (oder andere) Equipment. Nein, ich muss froh sein hier überhaupt noch arbeiten zu dürfen. Ein Manager in China kostet doch nur die Hälfte, oder in Indien, oder Tschechien oder sonst wo. Wie sich das auf ein Unternehmen auswirken würde, wenn mein Job aus China bedient würde? Nun, im ersten Quartal nach Vollzug noch gar nicht, denn ich sitze ja noch hier und koste weiterhin. Im nächsten werde ich vielleicht entlassen, nein, denn ich muss den Kollegen ja noch einarbeiten, ihm zur Seite stehen, nach China fliegen um ihm vor Ort zu helfen. Und im übernächsten? Da kommt der Kollege her, falsch, da hat er gekündigt, weil ein anderer global Player im 100 Yen mehr bezahlt. Ich übernehme wieder und überlege, wie ich die in diesem Jahr gestiegenen Kosten wieder senken könnte...
Der Börse ist das alles egal. Die Analysten freuen sich über Beschäftigung, denn die Firmen werden nicht nur einmal im Jahr, sondern quartalsweise bewertet. Strategien, Fachwissen etc. sind auch egal, denn nur globale Strategien wie Kostensenkungsmassnahmen sind von Interesse und Gewinne werden nach Gefühlen wie „hätte mit 0,2% mehr gerechnet“ bewertet. Sind 2,4 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern zu wenig? Es freut mich zu hören, wenn Stimmen aus der Wirtschaft von einer Renaissance des Produktionsstandortes Deutschland reden, aber ärgern tut mich so eine Aussage ebenfalls.
Erinnern wir uns noch an den Einstieg der Japaner in den weltweiten Automarkt. Die ersten „Nachbauten“ erfolgreicher deutschen Modelle? Keine 10 Jahre später überschwemmen uns diese mit erstklassiger Qualität (siehe ADAC Pannenstatistik) und verkaufen uns gleich noch Seminare über Kaizen. Genau, übersetzt könnte Kaizen etwa bedeuten: „deutsche Tugenden“.
Wir werden sehen wohin das ganze führt. Ich befürchte einen globalen Kollaps, hoffe aber auf das Beste! Es gäbe noch viel zu sagen. Vielleicht an dieser Stelle demnächst mehr.....
Ironman 2002 Eindrücke
05/07/2008 17:42 Abgelegt
in:menschliches




